Corona: Chance für Ihr (Online) Business?

Der Coronavirus ist wie eine Welle über uns hereingebrochen und stellt auch viele Unternehmen vor extremen Herausforderungen. Abgesehen vom Gesundheitswesen, Lebensmittel- und Logistikbereich haben die meisten eines gemeinsam: der Betrieb wird derzeit ziemlich heruntergefahren.

Nun bin ich aber ein Mensch, der trotz allem versucht den Dingen auch Positives abzugewinnen, also warum nicht auch dieser Pandemie? Und dabei meine ich jetzt keine philosophischen, manchmal vielleicht auch realitätsfernen Zukunftsprognosen und -wünsche sondern einfach einen pragmatischen Optimismus.  Wir wissen leider alle nicht wie es sich weiterentwickeln wird, aber wir können zumindest versuchen aus der jeweils aktuellen Situation das Beste zu machen.

Wie können wir den Standby-Modus für unser Geschäft nutzen?

Wenn Sie in der Situation sind, derzeit geschäftlich stark eingeschränkt zu sein und somit ungewohnter Weise viel Zeit zur Verfügung haben, können Sie diese (abgesehen von privaten Aktivitäten oder zur Ruhe kommen) auf vielfältige Weise für sich nutzen:

Unbeliebte Dinge erledigen

Jeder kennt sie, diese unliebsamen Aufgaben, die einen aufhalten und meist auch keine besondere Freude bereiten (bei mir z.B.  Buchhaltung oder Ausmisten und Ordnung im Büro). Dinge, die Sie sonst vor sich herschieben, weil neben dem täglichen Geschäft einfach keine Zeit dafür bleibt. Lassen Sie uns jetzt die Zeit nutzen und den Berg der unerledigten Sachen verkleinern – wenn sich die Lage entspannt werden wir uns selber tausendfach dafür danken!

Ihren Online-Auftritt auf Hochglanz bringen

Vielleicht ist auch Ihre Website eine dieser TODOs, die Sie schon lange im Kopf haben aber nicht richtig angehen konnten. Und vielleicht erkennen Sie gerade in dieser Zeit um so mehr den unschätzbaren Wert der Online Welt. Denn auch Ihre Kunden halten sich derzeit online auf.

Eine Überarbeitung der Website oder auch ein kompletter Relaunch benötigt aber (auch wenn Sie jemanden extern dafür beauftragen) viel Ihrer Vor- und Mitarbeit. Machen Sie sich Gedanken hierzu:

  • Was stört mich an meiner derzeitigen Webseite?
  • Zeigt meine Website ein authentisches Bild von mir oder meinem Unternehmen?
  • Ist sie einfach bedienbar?
  • Welche Dinge, Inhalte oder Funktionen fehlen?
  • Wie kann ich online mehr Mehrwert bieten? Macht es vielleicht Sinn einen Newsletter anzubieten oder einen Blog einzurichten?
  • Gibt es Dinge, die meine Kunden schon lange fordern?
  • Wird meine Zielgruppe richtig angesprochen?
  • Werde ich gut über Suchmaschinen gefunden?
  • Sehe ich Websites der Konkurrenz, die mich inspirieren?
Gehen Sie mit diesen Infos zu einem WebdesignerIn Ihrer Wahl (gerne auch zu mir :)) und Sie haben eine tolle Basis für die weitere Umsetzung der Anpassungen.

 

Social Media Kanäle analysieren

Ebenso wie Ihre Website können Sie Ihren Social Media Auftritt unter die Lupe nehmen:

  • Sind Sie auf Social Media präsent?
  • Wenn ja auf welchen Kanälen?
  • Sind es die richtigen Kanäle?
  • Sind es eventuell zu viele Kanäle und können Sie diese gar nicht alle gut bespielen?
  • Benötigen Sie in Zukunft vielleicht professionelle Unterstützung bei der Social Media Planung und Betreuung?
  • Wie kann ich in dieser Phase mit meinen Kunden kommunizieren? Was kann ich posten?
  • Kann ich Inhalte schon planen und vorbereiten für die nächsten Wochen?

Transparente Kommunikation mit Kunden

Egal über welchen Kanal Sie mit Ihren Kunden kommunizieren, es ist wichtig sie wissen zu lassen, wie es bei Ihnen während der Krise weitergeht. Informieren Sie Ihre Kunden, wenn Sie vielleicht derzeit kein Ladengeschäft betreiben können, aber sehr wohl versenden und Lieferservices anbieten.

Tragen Sie sich auch in Online Verzeichnisse für österreichische, regionale Anbieter (gibt es für Händler/Onlineshops aber auch Dienstleister) ein. Viele Kunden entwickeln jetzt ein höheres Bewusstsein um die Wichtigkeit regionale Geschäfte zu unterstützen.

Beispiele dafür wären:
www.nunukaller.com
WKO Verzeichnis für regionale Shops, Lieferservices etc.
Gemeinsam schaffen wir das

Schicken Sie Newsletter aus, bieten Sie auch „Corona-Aktionen“ und sagen Sie offen, dass dies eine schwierige Zeit auch für Ihr Geschäft ist und Sie sich freuen, wenn Kunden weiter bei Ihnen bestellen. Dies ist nicht verwerflich oder ein Ausnützen der Krise sondern für alle verständlich und führt vielleicht eher dazu, dass bei Ihnen gekauft wird, anstatt bei einem der großen Mitbewerber.

Arbeitsabläufe neu überdenken und anpassen

Sind Sie gezwungen den Großteil Ihrer Mitarbeiter im Home Office arbeiten zu lassen und stellen trotz anfänglicher Skepsis fest, dass dies durchaus auch Vorteile hat? Vielleicht stellt sich heraus, dass gewisse Meetings und Abstimmungen gar nicht notwendig sind. Oder dass die Produktivität im Büro zu Hause sogar höher ist? Die Mitarbeiter zufriedener sind, weil lange Arbeitswege wegefallen, mehr Freizeit bleibt?

Oder aber finden Sie umgekehrt heraus, wie wichtig die persönliche oft auch informelle Kommunikation zwischen Mitarbeitern ist und der Online Kontakt ein persönliches Treffen nicht ersetzen kann? Vielleicht würde für die Zukunft auch eine Kombination aus unterschiedlichen Modellen den meisten Gewinn bringen?

Seien Sie offen und bereit Abläufe zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Neue Geschäftsmodelle überlegen

Vielleicht sind Sie sich durch die Krise nun bewusst geworden wie schnell ihr eigentliches Hauptgeschäft angreifbar ist. Auch wenn dies sicher nicht in allen Bereichen einfach möglich ist, überlegen Sie sich alternative Vertriebsmodelle um Ihr Risiko zu streuen. Seien Sie erfinderisch und denken Sie vor allem auch an digitale Dienstleistungen:

  • Würde ein Onlineshop zusätzlich zum lokalen Ladengeschäft Sinn machen?
  • Habe ich schon einen Online Vertriebskanal – macht vielleicht ein Abo-System Sinn?
  • Kann ich Onlinekurse, Webinare oder Workshops entwickeln und anbieten?
  • Gibt es Möglichkeiten einzelne lagernde Produkte schnell online zum Verkauf anzubieten? z.B. über Instagram/Facebook Postings der Produkte und Abwicklung per E-mail mit Vorauszahlung etc.
  • Gibt es besondere Kundenbedürfnisse die in Krisensituationen wie der aktuellen entstehen? Gibt es spezielle Angebote die fehlen, die wir entwickeln und anbieten können?

Viele Betriebe sind schon mitten drin in diesem Denkprozess und beginnen die Herausforderung als Chance für Veränderung anzunehmen. Und wie sagt man so schön: Not macht erfinderisch.

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